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Leben in Münster

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Das Leben in Münster

„Lebenswerteste“ Stadt zwischen Tradition und Moderne

Im Oktober 2004 wurde beim LivCom-Award in Kanada auch offiziell bestätigt, was Münsteraner schon lange wissen: Münster ist eine der lebenswertesten Städte der Welt!

Als erste deutsche Großstadt wurde die Westfalenmetropole mit diesem Titel ausgezeichnet, was wohl auch daran liegen dürfte, dass ihr auf einzigartige Weise der Spagat zwischen Tradition und Moderne gelingt: Die weit bekannte, historische Altstadt, deren mittelalterlicher Grundriss sich noch heute im Straßenverlauf ablesen lässt, wird harmonisch kontrastiert durch die moderne Architektur der zahlreichen Neubauten, wie etwa dem Kettelerschen Hof oder den Münster Arkaden.

Das zentrale und oft zitierte Ereignis in der Geschichte der schon 793 gegründeten Stadt Münster ist der Friedensschluss von 1648, der nach monatelangen Verhandlungen das Ende des Dreißigjährigen Krieges besiegelte. Noch heute kann man im Rathaus von Münster, einem Meisterwerk gotischer Baukunst, die historische Inneneinrichtung des „Friedenssaals“ bewundern. Wer von dort über den berühmten Prinzipalmarkt bummelt, der fühlt sich beim Anblick der prächtigen Kaufmannshäuser mit ihren hohen Giebeln zurückversetzt in die Zeit der Hanse.

Aber nicht nur bei Einheimischen oder Touristen kommt Münster „gut an“. Zahlreiche Städtepartnerschaften in und außerhalb Europas tragen das positive Bild Münsters auch über die Landesgrenzen hinaus.

Dienstleistungsstadt mit hoher Lebensqualität

Auch wenn Münster heute immer noch über eine der schönsten Einkaufsmeilen Deutschlands verfügt, so zeichnet sich die „Hauptstadt Westfalens“ vor allem als Verwaltungsstadt mit einem Einzugsbereich von etwa 1,5 Millionen Menschen aus.

Sie ist nicht nur Sitz mehrerer Hochschulen, sondern beherbergt auch wichtige Gerichte und Verwaltungseinrichtungen für das Land Nordrhein-Westfalen. Über 80 Prozent der Beschäftigten sind hier im Dienstleistungssektor tätig.

Die hohe Lebensqualität Münsters spiegelt sich nicht nur durch den LivCom-Award wider, sondern lässt sich auch statistisch belegen: So liegt die Arbeitslosenquote hier deutlich unter dem Landes- und Bundesdurchschnitt. Münsteraner werden zudem überdurchschnittlich alt. Die Lebenserwartung ist eine der höchsten in der Bundesrepublik. Zu guter Letzt – allen anders lautenden Redewendungen zum Trotz – regnet es hier auch nicht mehr als anderswo. Im Gegenteil, der durchschnittliche Niederschlag pro Jahr liegt leicht unter dem bundesweiten Durchschnittswert. 

Universitätsstadt voller Fahrräder

Mit der 1780 gegründeten Westfälischen Wilhelms-Universität besitzt Münster eine der fünf größten Universitäten Deutschlands. Knapp 37.000 Studierende (WS 2008/2009) verteilen sich hier auf über 130 Studiengänge. Der gute Ruf, den die Universität genießt, stützt sich dabei insbesondere auf die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften.

Der Hauptsitz der Universität, die übrigens auch größter Arbeitgeber der Region ist, befindet sich heute im Fürstbischöflichen Schloss von Münster. Es ist ein herausragendes Bauwerk des Architekten Johann Conrad Schlaun, dessen barocke Architektur noch an einigen anderen Orten der Stadt bestaunt werden kann.

Wer heute nach Münster kommt, dem fallen vor allem die vielen Fahrräder auf, die nicht nur das Verkehrsmittel der Wahl sind, um von einem Hörsaal zum nächsten zu gelangen, sondern von Einwohnern jeden Alters gleichermaßen genutzt werden. Die im Volksmund „Leezen“ genannten Drahtesel prägen zu jeder Tages- und Nachtzeit das Münsteraner Stadtbild, denn insgesamt gibt es hier doppelt so viele Fahrräder wie Einwohner. Vor einigen Jahren wurde deshalb am Hauptbahnhof das größte Fahrradparkhaus Deutschlands eröffnet, mit Platz für weit über 3000 Räder.

Münster besitzt aber noch eine weitere, einzigartige Besonderheit: um die gesamte Altstadt, vorbei an Schloss, Aasee, Buddenturm und Zwinger, zieht sich ein Grünring, der für motorisierten Verkehr gesperrt ist. Die sog. „Promenade“ von Münster, errichtet über der alten Befestigungsanlage, ist vor allem bei Radfahrern, Fußgängern, Joggern und Inline-Skatern sehr beliebt.

Dank des vorbildlich ausgebauten Netzes an Radwegen und Fahrradstraßen ist Münster bereits mehrfach als fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands ausgezeichnet worden.  

Kulturstadt zwischen Picasso und junger Szene

Doch Münster hat mehr zu bieten als eine Universität und viele Fahrräder. Konzerte, Theater und Museen sorgen dafür, dass Kunstinteressierte immer wieder gerne nach Münster kommen.

Hier befindet sich das einzige Picasso-Museum Deutschlands, übrigens in direkter Nachbarschaft zum Kettelerschen Hof und damit zu den Seminarräumen der JurGrad gGmbH.

Die Westfalenmetropole verfügt außerdem über eine riesige Auswahl an Gaststätten, Cafés und Restaurants. Das Nachtleben ist dementsprechend – nicht nur in Studentenkreisen – legendär. Besonders beliebt bei Jung und Alt ist dabei das „Kuhviertel“ am Rande der Altstadt mit seinen vielen kleinen, in mühevoller Handarbeit restaurierten Häusern und den traditionellen Studentenkneipen. Auf der anderen Seite von Münster ist in den letzten Jahren mit dem „Kreativ-Kai“ am Hafen des Dortmund-Ems-Kanals eine „trendige“ Ausgehmeile entstanden, die mit zahlreichen Clubs, Bars und Diskotheken ein modernes Gegenstück zum „Kuhviertel“ darstellt.

Die vielen Grünflächen der Stadt sorgen dafür, dass man hier vor allem im Sommer auch tagsüber herrlich entspannen kann. Besonders beliebt ist der Aasee, ein Binnensee mitten in Münster, von dem es nur einen Katzensprung bis zum Allwetterzoo ist, einer weiteren Attraktion Münsters.
Übrigens: Der Aasee ist auch die Heimat von Petra, der schwarzen Schwanendame, die durch ihre Liebe zu einem weißen Schwanentretboot weltweite Aufmerksamkeit auf sich zog.

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