Die Zusatzqualifikation für Rechtsanwälte: Fachanwalt für Steuerrecht

Ein Fachanwaltstitel wird für Rechtsanwälte zunehmend bedeutender; das signalisiert nicht nur die ständig wachsende Anzahl an Fachanwaltsbezeichnungen.

Ein „Fachanwalt“ steht insbesondere auch für eine hohe fachliche Beratungsqualität. Anwälte müssen zur Erlangung eines solchen Titels nicht nur die Theorie aus dem „Effeff“ beherrschen, sondern auch viele Fälle aus dem jeweiligen Fachbereich bearbeitet haben. Gerade Mandanten freiberuflicher Rechtsanwälte und kleinerer Kanzleien legen Wert auf diese Zusatzqualifikation. 

Der Studiengang „Steuerwissenschaften“ bietet Juristen die Möglichkeit, neben dem Masterabschluss auch jene theoretischen Kenntnisse zu erwerben, die im Sinne der Fachanwaltsordnung (FAO) für die Verleihung der Bezeichnung „Fachanwalt für Steuerrecht“ Voraussetzung sind.

Zertifizierter Berater (DUV e.V.)

Seit Januar 2014 besteht für Rechtsanwälte bei Vorliegen bestimmter theoretischer und praktischer Kenntnisse die Möglichkeit, folgende Titel erwerben und führen zu können:

  • Zertifizierter Berater für Erbschaft- und Schenkungsteuer (DUV e.V.)
  • Zertifizierter Berater für Unternehmenssteuern (DUV e.V.)
  • Zertifizierter Berater im Steuerstrafrecht (DUV e.V.)

Es genügt der Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einem Fachanwaltslehrgang für Steuerrecht. Nach Abschluss des Masterstudiengangs erfüllen Sie also zugleich die Kriterien für diese Zertifizierung. Für Steuerberater besteht die Möglichkeit, den Titel "Zertifizierter Berater für Unternehmenssteuern (DUV e.V.)" zu erwerben.

Einzelheiten zu den weiteren Voraussetzungen, zur Antragstellung und zu den Kosten sind den Richtlinien des DUV e.V. zu entnehmen.