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Die JurGrad

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JurGrad – School of Tax and Business Law

Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster misst der Einrichtung von Masterstudiengängen im Rahmen ihrer strategischen Gesamtplanung seit jeher einen außerordentlich hohen Stellenwert bei. Das Angebot von Masterstudiengängen, auch berufsbegleitend, bildet somit einen wichtigen Bestandteil des Lehrprofils der Universität Münster. 

Gründung

Mit dem Ziel, eine zentrale Anlaufstelle für die professionelle Organisation und Durchführung von berufsbegleitenden Masterstudiengängen zu schaffen, wurde im Sommer 2002 die JurGrad – School of Tax and Business Law gegründet. Die JurGrad übernimmt in diesem Zusammenhang ausschließlich Zwecke für die Universität und besitzt daher Gemeinnützigkeitsstatus. Alleingesellschafter der JurGrad gGmbH ist der ebenfalls gemeinnützige Freundeskreis Rechtswissenschaft e.V., der Förderverein der Rechtswissenschaftlichen Fakultät.

„Franchisemodell“

Diese Zusammenarbeit einer Hochschule und einer juristischen Person des Privatrechts wird mit dem Terminus „Franchisemodell“ versehen. Ihre rechtliche Grundlage findet diese Kooperation in § 66 Abs. 5 HG NRW.
Unmittelbare Voraussetzung für ein solches Franchisemodell ist der Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zwischen Hochschule und privater Bildungseinrichtung. Die Kooperation zwischen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der JurGrad gGmbH über die Durchführung der Studiengänge zeichnet sich durch eine jahrelange, sehr enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit aus. Die JurGrad verpflichtet sich hierbei, den jeweiligen Studiengang auf der Grundlage der vom Fachbereichsrat der Rechtswissenschaftlichen und/oder Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät beschlossenen Prüfungsordnung zu planen, organisieren und durchzuführen. Im Gegenzug obliegen der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät die Prüfung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie die Verleihung des akademischen Hochschulgrads an die Absolventen.
Die Studiengänge werden wissenschaftlich durch repräsentativ besetzte Kommissionen unterstützt, die aus Hochschullehrern der Westfälischen Wilhelms-Universität sowie hochrangigen Praktikern zusammengesetzt sind. Durch diese Aufgabenverteilung und die enge Zusammenarbeit der JurGrad mit der jeweiligen Kommission wird die Betreuung und Qualität der Studiengänge in besonderem Maße gewährleistet.

Organe

Organe der JurGrad sind zum einen die Geschäftsführung und zum anderen der Beirat. Der Beirat berät und unterstützt die Geschäftsführung bei der Durchführung ihrer Aufgaben und besitzt ihr gegenüber (gemäß § 9 Abs. 1 Satz 2 des Gesellschaftsvertrags) ein Weisungsrecht. Geborene Mitglieder des Beirats sind neben dem Dekan der Rechtwissenschaftlichen Fakultät auch der für jeden Studiengang fachlich verantwortliche Hochschullehrer, der sog. akademische Leiter. Organigramm

Aufgaben

Die JurGrad – School of Tax and Business Law ist Trägerin des Fortbildungsangebotes der Rechtswissenschaftlichen Fakultät. Ihr Ziel ist die unmittelbare und mittelbare Förderung der Wissenschaft, Forschung und Ausbildung an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Gemäß ihrem Gesellschaftszweck verfolgt die JurGrad dabei ausschließlich gemeinnützige Zwecke im Sinne der §§ 51 ff. AO.
Die Aufgaben der JurGrad umfassen die gesamte Organisation und Durchführung der Studiengänge, die ständige Aktualisierung und Weiterentwicklung der Lehrangebote und die kontinuierliche Evaluation der Studieninhalte und 
-veranstaltungen. Darüber hinaus fungiert die JurGrad als ständiger Ansprechpartner für Teilnehmer und Dozenten.

Studienangebot

Das Studienprogramm der JurGrad ist seit der Gründung im Jahre 2002 beträchtlich gewachsen. Im Wintersemester 2002/2003 starteten die Masterstudiengänge „Mergers & Acquisitions“ und „Steuerwissenschaften“. Beide sind interdisziplinär konzipiert und zielen vor allem auf die Vermittlung sowohl der rechtlichen als auch ökonomischen Hintergründe und Zusammenhänge im Bereich der Unternehmenszusammenschlüsse und -übertragungen bzw. im Bereich des Steuerrechts.
Nur ein Jahr später rief die Rechtswissenschaftliche Fakultät in Zusammenarbeit mit der Münsterischen Forschungsstelle für Versicherungswesen den Studiengang „Versicherungsrecht“ ins Leben. Dieser soll vorwiegend Lücken in der juristischen Ausbildung der Universitäten schließen und den Teilnehmern vertiefte Kenntnisse auf dem Gebiet des Versicherungsrechts vermitteln.
Alle drei Programme stießen nicht nur bei den Teilnehmern, sondern auch bei Arbeitgebern auf großes Interesse und Resonanz, so dass sich die Rechtswissenschaftliche Fakultät im Jahre 2006 entschloss, einen weiteren berufsbegleitenden Masterstudiengang zu konzipieren. Der Studiengang „Real Estate Law“ trägt der stetig wachsenden Bedeutung des Immobilienrechts Rechnung und vermittelt dieses als „Gesamtpaket“, einschließlich seiner ökonomischen Grundlagen und seiner in den letzten Jahren sprunghaft gestiegenen Produktvielfalt.
Nur ein Jahr später konnte der Studiengang „Unternehmensnachfolge, Erbrecht & Vermögen“ starten, der sowohl Juristen als auch Ökonomen praxisorientiert Kenntnisse auf den Gebieten Erbrecht, Steuern und Vermögensmanagement vermittelt.
Angesichts der stetig wachsenden Bedeutung des Wirtschaftsrechts, sowohl aufgrund der zunehmenden internationalen Wirtschaftsbeziehungen aber auch infolge des Strukturwandels ganzer Wirtschaftszweige, bietet die Rechtswissenschaftliche Fakultät seit September 2009 einen weiteren Studiengang im Bereich „Wirtschaftsrecht & Restrukturierung“ an.
Im Masterstudiengang „Medizinrecht“ werden seit dem Sommersemester 2010 neben der Vermittlung von Grundstrukturen auch Schnittstellen zu anderen Fachgebieten aufgezeigt und aktuelle Einzelfragen diskutiert, um die Teilnehmer zu Experten auf diesem vergleichsweise jungen Rechtsgebiet auszubilden.
Im Frühjahr 2014 startete erstmals der neue Masterstudiengang "Arbeitsrecht", der sich an Juristen und Ökonomen richtet, die als Berufseinsteiger einen Tätigkeitsschwerpunkt im Arbeitsrecht anstreben, sowie an Berufstätige aus Unternehmen und Kanzleien, die ihre Expertise vertiefen bzw. um eine fundierte arbeitsrechtliche Ausbildung ergänzen möchten.
Darüber hinaus organisiert die JurGrad im Auftrag der Rechtswissenschaftlichen Fakultät drei Zusatzveranstaltungen, die jedes Jahr im Sommer zu ständig wechselnden Themenbereichen angeboten werden: Zertifikatslehrgang Mergers & Acquisitions sowie der englischsprachige Summer Course International Taxation.

Förderzweck

Alle Personal- und Sachausgaben, die im Zusammenhang mit der Planung, Organisation und Durchführung des Studienbetriebs entstehen, einschließlich der Aufwendungen für die Nutzung von Räumlichkeiten, werden vollständig von der JurGrad getragen und aus den Studiengebühren finanziert. Erwirtschaftete Überschüsse kommen entsprechend dem Gesellschaftszweck der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät zugute. Dabei konnten in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Projekte gefördert und finanziell unterstützt werden. So wurden nicht nur Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter und studentische Hilfskräfte innerhalb der an den Studiengängen beteiligten Lehrstühle geschaffen, sondern auch Sachmittel bereitgestellt, die der Aufbesserung des Literaturbestandes beider Fakultäten dienten. Ein allen Studierenden zugute kommendes Projekt konnte in der Öffnung der Bibliothek der Rechtswissenschaftlichen Fakultät auch an Sonn- und Feiertagen sowie unter der Woche bis 24 Uhr realisiert werden. Die Jurgrad unterstützt darüber hinaus nicht nur Tagungen finanziell, sondern stellt ihre eigenen Tagungsräumlichkeiten den beteiligten Fakultäten ohne Entgelt für deren Seminare, Veranstaltungen, Tagungen oder Kongresse zur Verfügung. Mittelfristig soll mit den Überschüssen der JurGrad eine Stiftungsprofessur eingerichtet werden. 

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