Die Akkreditierung & Qualitätssicherung

Mit dem Ziel, bis 2010 einen gemeinsamen europäischen Hochschulraum zu schaffen, hat Deutschland zusammen mit seinen europäischen Nachbarstaaten im Jahr 1999 die sog. Bologna-Erklärung unterzeichnet, die wohl umfangreichste Hochschulreform neuerer Zeit.

Auffälligstes Merkmal dieser Reform ist die geplante Umstellung aller Studiengänge auf das zweistufige Bachelor-/Master-Studiensystem.

Bei der Neustrukturierung der Studiengänge muss sichergestellt werden, dass gewisse fachliche Mindeststandards eingehalten bzw. bestimmte Strukturvorgaben erfüllt werden. Daher müssen sich alle Bachelor- und Masterstudiengänge einem Akkreditierungsverfahren unterziehen, das auf ländergemeinsamen Vorgaben der Kultusministerkonferenz basiert. Studierenden und Arbeitgebern sollen dadurch verlässliche und aussagekräftige „Kennzahlen“ hinsichtlich der Qualität von Studienprogrammen und Hochschulen gegeben werden. Die Akkreditierung ist Voraussetzung für die staatliche Genehmigung neuer Studiengänge.

Auf Beschluss der Kultusministerkonferenz wurde daher ein nationaler Akkreditierungsrat eingerichtet, der für die Einhaltung und Durchsetzung vergleichbarer Qualitätsstandards zuständig ist und bestimmte Grundanforderungen an das Akkreditierungsverfahren definiert. Die eigentliche Akkreditierung von Studiengängen erfolgt letztlich durch Akkreditierungsagenturen, die sich ihrerseits vom Akkreditierungsrat akkreditieren lassen müssen und an dessen Beschlüsse gebunden sind.

In Deutschland sind insgesamt sieben Akkreditierungsagenturen berechtigt, das Qualitätssiegel des Akkreditierungsrates zu vergeben. Eine dieser Agenturen ist die Agentur für Qualitätssicherung durch Akkreditierung von Studiengängen (AQAS e.V.).

Der Masterstudiengang „Private Wealth Management“ wurde am 15.05.2007 von AQAS e.V. mit den akademischen Hochschulgraden „Master of Laws“ (LL.M.) und "Executive Master of Business Administration" (EMBA) akkreditiert.

Das Akkreditierungsverfahren ist grundsätzlich in mehrere Phasen gegliedert:

1. Antragserstellung & Eröffnung des Verfahrens
2. Begehung durch eine Gutachtergruppe
3. Abschluss des Verfahrens und Akkreditierung durch die Akkreditierungskommission von AQAS e.V.

Auszug aus dem Bericht von AQAS:

"Profil und Ziele des Studiengangs sind nach Ansicht der Gutachtergruppe von der Fakultät überzeugend dargestellt worden. Das Ziel, den immer mehr an Bedeutung gewinnenden Markt der gesamthaften Beratung großer Familienvermögen, in einem berufsbegleitenden Studiengang "Private Wealth Management" ein Fundament für den Aufbau der hierfür notwendigen Fachkräfte zu geben, ist absolut notwendig.

[...]

Dass praktischer Bedarf für einen weiterbildenden Studiengang im "Private Wealth Management" generell besteht, liegt angesichts der Rolle, die Transaktionen im Zusammenhang mit größeren Nachlässen und deren Verwaltung im Wirtschaftsleben spielen, und der geringen Bedeutung, die dem Fach in der universitären Ausbildung zukommt, auf der Hand.

[...]

Die Ausstattung des Studiengangs in personeller Hinsicht erscheint hervorragend. Neben den aus der Rechtswissenschaftlichen und der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät beteiligten Hochschullehrern ist eine größere Anzahl von namhaften Praktikern mit höchst einschlägiger Praxiserfahrung vorgesehen. Insbesondere sind die genannten Praktiker zweifelsfrei befähigt, die hier curricular geforderten Vertiefungen steuerrechtlicher, wirtschaftswissenschaftlicher und internationaler Richtung abzudecken.

[...]

Es zeichnet sich in der Praxis ab, dass die Betreuung komplexer, großer Vermögen aus den Berufsgruppen Rechtsanwalt / Steuerberater oder Banker heraus erfolgt. Hierbei ist in der jeweiligen Berufsgruppe eine klare Fokussierung auf die eigenen Themenfelder zu sehen. Es ist aber ersichtlich, dass das primäre Anspruchsprofil des "Kunden" nicht nur die eine oder andere Ausrichtung ist, sondern das Vertrauen, welches er der jeweiligen handelnden "Person" entgegenbringt. In den USA werden diese Personen "Trusted Adviser" genannt. Von ihm wird erwartet, dass er neutral agiert, alle Belange der Beratung im Sinne seines Klienten erfasst und zielgerichtet umsetzt. Was nutzt z.B. eine exzellente Vertragsgestaltung, wenn in der Beratung nicht eine Steueroptimierung stattgefunden hat und dem Risikoprofil in der Gesamtassetalocation Rechnung getragen wird. Aus diesem Grund ist dieser Studiengang wichtig, damit der Bedarf an zukünftigen "Trusted Advisern" in den o.a. Berufsfeldern gedeckt werden kann.

In den von sehr großen Vermögen häufig eingeschalteten Family Offices finden sich heute meist Mitarbeiter aller drei Ausrichtungen. Ihre Vorgehensweise ist exemplarisch für diesen Studiengang zu sehen. Deshalb ist die Einbindung gleich mehrer F.O. als Dozenten besonders zu begrüßen.

Die Absolventen des Studiengangs haben deutlich bessere Berufsaussichten als Juristen, Wirtschaftswissenschaftler und Berufspraktiker. Denn hier erhalten sie eine Zusatzqualifikation, die im grundständigen Studium und oft auch in der Berufspraxis nicht vermittelt wird. Der Bedarf an dieser Zusatzqualifikation ist - gerade vor dem Hintergrund größerer Vermögensverwaltungen im Banken- und Versicherungs-Bereich - groß. Somit greift der Studiengang Lehrinhalte auf, die in Zukunft noch viel stärker benötigt werden."

Qualitätssicherung

Der hohe Qualitätsstandard des Studiengangs spiegelt sich nicht nur im Curriculum oder in der Auswahl der Dozenten wider: Rückmeldungen von Teilnehmern und Absolventen belegen, dass das Programm bei ihnen und ihren Arbeitgebern auf große Resonanz stößt.

Um den hohen Standard langfristig zu gewährleisten, wird die strategische Ausrichtung des Programms in regelmäßigen Abständen von einem Executive Board überprüft. Dabei wird das Curriculum zeitnah an veränderte Marktlagen angepasst.

Darüber hinaus haben natürlich auch die Teilnehmer die Möglichkeit, auf die Entwicklung des Studiengangs Einfluss zu nehmen. Im Anschluss an jede Veranstaltung werden Inhalte und Dozenten evaluiert. In einer abschließenden Gesamtevaluation am Ende des Studiengangs werden zusätzlich Aspekte wie der organisatorische Ablauf des Studiengangs oder die Berufsmarktorientierung mit einbezogen. Die Ergebnisse dieser Befragungen werden analysiert und ausgewertet und zur kontinuierlichen Weiterentwicklung des Programms herangezogen. Eine Reihe von Zitaten aus diesen Evaluationsbögen finden Sie in der Rubrik "Der Studiengang in Kürze".

Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät wurde vor Kurzem mit dem Gütesiegel der AACSB-Akkreditierung ausgezeichnet. Die AACSB (Association to Advanced Collegiate Schools of Business) ist die weltweit bedeutendste internationale Akkreditierungsorganisation im Bereich der Wirtschaftswissenschaften.